Es gäbe noch mehr zu sagen zu dieser Frau, die mir im Laufe dieser Arbeit noch ein Stück vertrauter geworden ist. Dennoch soll oder muss hier nun ein Schlusspunkt gesetzt werden. Ein Schlusspunkt, der sogleich wieder ein Anfangspunkt ist für den noch größeren Teil der Aufgabe, die es zu bewältigen gilt: Das Gelesene, Erkannte und Formulierte ins eigene Leben zu übertragen.
Der ehemalige Präfekt der Kongregation für die Glaubenslehre, Joseph Kardinal Ratzinger, erinnert in der "Instruktion über die kirchliche Berufung des Theologen" daran, dass die Theologie ihren "Beitrag dazu [leistet], dass der Glaube mittelbar wird" und so der Verstand des Menschen ihn suchen und finden kann. Aber er ermahnt die Theologen auch, ihr Glaubensleben zu vertiefen und "wissenschaftliches Forschen und Gebet immer [zu] vereinen."
Das Leben und einige wesentliche Eigenschaften der hl. Elisabeth zu vermitteln, war das Ziel der vorliegenden Arbeit. Im Rahmen der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit den Quellen und der Literatur ist dieser Text entstanden, mit dem es hoffentlich gelungen ist, Elisabeth zu einer greifbareren Figur zu machen, sie ein Stück weit vom "Sockel herunter zu heben", um das Bild aus der Einleitung wieder aufzugreifen. Sie und ihre Botschaft nun in das eigene Glaubensleben zu integrieren, dieser Figur "Leben" zu verleihen, wäre der nächste Schritt.
Wenn diese Herausforderung nicht angenommen wird, dann bleibt Theologie als Wissenschaft mehr oder weniger ein Selbstzweck, dann wird Theologie zwar die Existenz des Menschen irgendwie noch am Rande berühren, aber nicht verändern können.
Weitere Links in der Rubrik Biografie & Versuch einer spirit. Erschließung
| Vorwort | Biografie | Versuch einer spirituellen Erschließung |
| Nachwort |