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Kloster Würzburg

Die Würzburger Franziskanerkirche
 OFM Conv.

Minoritenkloster
Franziskanergasse 7
97070 Würzburg

Telefon: 0931-30901-0
Fax: 0931-30901-982
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Was 1219 noch an mangelnden Sprachkenntnissen gescheitert war – die Etablierung des Franziskus-Ordens in Deutschland – gelang nach einem erneuten Entschluss des Generalkapitels von 1221 unter der Führung des deutschen Minderbruders Cäsar von Speyer. Eine 25-köpfige Gruppe von Brüdern hatte sich auf den Weg über den Alpen gemacht und dann von Augsburg aus verschiedene Städte in Deutschland mit franziskanischem Leben erfüllt, darunter auch Würzburg. Anfang November 1221 kommen die Brüder hier an und schon wenige Wochen später nehmen sie die ersten drei Brüder in den Orden auf. Zunächst erhalten sie ein Wohnrecht am Platz des heutigen Würzburger Priesterseminars. Als dieser Platz zu klein geworden ist, erhalten sie 1249 ein größeres Grundstück rund um die damals schon errichtete Valentinuskapelle, wo sie in den nächsten Jahrzehnten Klosterkirche und Konventsbau errichten. Mit vollem Elan widmen sie sich der Seelsorge in der mittelalterlichen Stadt Würzburg. Ein besonderer Schwerpunkt scheint die (seelsorgliche) Versorgung der Leprakranken gewesen zu sein: regelmäßig sind die Brüder im Siechenhaus „Wöllrieder Hof“ am Rande Würzburgs im Einsatz.

Im Lauf der Geschichte bleibt das Kloster freilich nicht von Tiefschlägen verschont: 1559 sind beispielsweise nur mehr drei Brüder im Konvent. Die Reformation hat Spuren hinterlassen. Einige Jahre später jedoch, am 02. Januar 1582, ist die Franziskanerkirche Ort eines feierlichen Hochamts mit Fürstbischof Julius Echter anlässlich der Gründung der Würzburger Universität. Einige Jahre dient auch ein Saal über der Valentinuskapelle als Vorlesungsraum. 1803 liefert im Zuge der Säkularisation einen weiteren Tiefpunkt: das Kloster wird zum Aussterbekloster bestimmt und darf keine Novizen mehr aufnehmen. 1840, als nur noch der 88-jährige Guardian und ein zwanzig Jahre jüngerer Bruder leben, wird dieser Beschluss revidiert. Das Kloster darf wieder neu aufblühen, anfänglich unterstützt durch italienische Franziskaner-Minoriten.

Dank großem Einsatz der Brüder und großartiger Unterstützung seitens der Bevölkerung konnten die Schäden aus den Bombardierungen während des 2. Weltkriegs binnen weniger Jahre behoben werden. Nach und nach konnte die Bausubstanz renoviert beziehungsweise grundsätzlich erneuert werden.

Bis heute bietet das Kloster etwa 20 Brüdern eine Heimat. Darunter befinden sich die Junioren, also die noch in der Ausbildung befindlichen Brüder, ebenso wie die Brüder, die hier ihren Lebensabend verbringen. Die Brüder sind in der Seelsorge der Stadt tätig, nicht zuletzt im Beichtstuhl des Klosters. Im Außerordentlichen Heiligen Jahr der Barmherzigkeit 2016 errichtete der Würzburger Bischof Dr. Friedhelm Hofmann die Klosterpforte als Heilige Pforte. Würzburg ist unter anderem auch Sitz der Provinzleitung.

Das Provinzkapitel beschloss aufgrund der uneffizienten Nutzung des für die Anzahl der Brüder zu groß gewordenen Konventsgebäudes und des bisherigen Parkplatzes, der veralteten Haustechnik und des ungenügenden Brandschutzes, eine umfangreiche Sanierungsmaßnahme durchzuführen. Zukünftig wird sich die Gemeinschaft auf einen Flügel des Klosters zurückziehen und verkleinern und andere Bereiche an das Caritas-Don Bosco-Werk vermieten, das dort Jugendliche in zwei Internatsgruppen unterbringen wird. Die Baumaßnahme läuft seit dem 1. August 2016 und wird voraussichtlich zwei Jahre dauern. Mehr dazu auf der Homepage des Klosters.

 
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